Spring vs. Java EE reloaded

Java EE wird immer schlanker. Java EE 5 war schon ausgesprochen angenehm benutzbar durch den Einsatz von Annotationen. Java EE 6 legt noch einmal nach mit interfacelosen Beans. Eine der simpelsten 3 Tier Apps in Java EE 6 hat wohl Adam Bien gebaut. Gleichzeitig ist der EJB Container schlanker geworden und lässt sich jetzt embedded nutzen – also z.B. in Desktopapplikationen oder einfach im war mit deployed für einen reinen Web-Container wie Tomcat.

Es gibt endlose Implementationen des Standards – auch viele im Open Source Bereich. Insbesondere ist die Referenzimplementation Open Source.

Spring hingegen wird scheinbar immer unhandlicher. War Spring schon immer auch Wrapper über Wrapper und somit schon immer ein zusätzlicher Layer auf den man auch gerne mal verzichtet, war Spring gegenüber J2EE doch die bessere alternative. Seit dem Spring kommerzieller geworden ist, scheinen auch die Spring Befürworter langsam etwas skeptisch zu werden und fragen sich „Is Spring still lightweight“. Nebenbei ist Spring nach wie vor kein Standard und es gibt genau eine Implementation. Sieht so aus, als würde Java EE auch für die Spring Anhänger langsam interessanter.

Nachtrag:

In diesem Forum ist eine lustige und sehr emotionale Diskussion zu dem Thema entstanden.

Bücher des Sommers

So, der Sommer ist offensichtlich vorbei und damit die Zeit der entspannten Mittagspausen in der Sonne mit einem guten Buch. Meine Fachbücher des Sommers waren:

Armstrong, Joe. Programming Erlang. Auch wenn ich vor gefühlten 100 Jahren mal Haskell gemacht habe – ich glaube, ich werde mich nie an diese Sprache gewöhnen. So sehr ich die Möglichkeiten zur Parallelisierung schätze…

Weaver. Gao. Chin. Iverson. Pro Java FX Platform. JavaFX ist nett. Nette GUIs verkaufen sich besser und mit JavaFX kann man nette GUIs bauen. Ich glaube auch, dass das kommen wird. Schon allein für die ganzen lustigen Touchscreen Handys. JavaFX macht jedenfalls unanständig viel Spaß.

Odersky, Martin. Programming in Scala. Scala vereint spannende Konzepte des funktionalen Ansatzen mt OO Strukturen, statischer Typsicherheit und eine ganze Menge Goodies. Scala fügt sich prima in Java ein, so dass man sogar JPA und EJBs in Scala formulieren kann. Weiterhin gibt es eine .NET/Mono Implementation, so dass es egal ist, was Oracle mit der Java Plattform anstellt, man kann immer Scala programmieren. Gerade in Hinblick auf CPUs mit 8 und mehr Kernen werden Konzepte zur massiven parallelisierung immer wichtiger. Erlang (nicht meins), Project Darkstar (ungewisse Zukunft) und eben Scala liefern hierfür Ansätze. Mit Scala kann ich mich wohl anfreunden.

Chen-Becker, Derec. The Definitive Guide to Lift. Das Web Framework für Skala. Sieht sehr spannend aus. Erfrischend neu, erfrischend anders. Leider noch keine Gelegenheit gehabt, damit ein kleines Projekt zu bauen. Aber fürs Bauen hat man ja den Herbst, wo die Sonne nicht so im Display blendet 😉